Abschluss-Interview mit Karl-Peter Schmitt Weitere Steigerung möglich

Im Januar war Karl-Peter Schmitt als Kampfleiter-Referent des Hessischen Ringer-Verbandes zurückgetreten. Vor wenigen Wochen erklärte der mit der höchsten Internationalen Kampfrichter-Lizenz "1S" dekorierte Rimbacher seinen Verzicht auf eine weitere Kandidatur als HRV-Präsident. Am 28. Juli stehen Neuwahlen für Vorstand- und Prasidiumswahlen an.

An dieser an Stelle zieht Karl-Peter Schmitt  - letztmals in einem Interview exclusiv für den HRV - als HRV-Präsident Bilanz zum Abschneiden seiner Sportlerinnen und Sportler bei den Deutschen Meisterschaften der Erwachsenen in Elsenfeld  Mit "KaPe" Schmitt sprach Wolfgang Noack 

 Wurden die Teamwertungen gemessen an den minimalen bzw. maximalen Erwartungen  erfüllt?

"Für mich liegen die Teamwertungen im Freistil und Grieschisch-Römischen Stil der Männer im erreichbaren Rahmen. Insbesondere wegen der verschiedenen verletzten Ringer konnte mit diesem guten Ergebnis - Platz vier im Freistil und Platz  funf im Grieschisch-Römischen  nicht unbedingt gerechnet werden. Bei den Frauen war klar, dass eine gute Teamwertung mit  nur zwei Ringerinnen nicht möglich ist. Hier  schmerzen die Verletzungen der Ringerinnen sehr."

Wie ist das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr ausgefallen?

"Im Freistil konnte der vierte Platz gehalten werden. Eine Verbesserung wäre durchaus möglich gewesen. Die Grieschisch-Römisch-Ringer konnten sich von Platz sieben  auf  fünf verbessern. Hier ist eine weitere Steigerung in Zukunft durchaus möglich."

Wie haben die  Medaillenanwärter abgeschnitten?

"Hier wurden die Erwartungen gut erfüllt. Bei dem einen oder anderen wäre eventuell mehr drin gewesen."

 Wie haben die Titelanwärter abgeschnitten?

"Mit Manuel Wagin und Abdolmohammad Papi haben die beiden Vorjahressieger ihr  Leistungen bestätigt. Bei Manuel kann man eine klare Weiterentwicklung erkennen. Ich denke dass er International noch einige weitere Medaillen und hoffentlich Titel sammeln kann. Marcel Wagin hat mit Andre Clark einen bärenstarken Ringer im Finale gehabt und mit Punkten verloren. Aber auch für ihn geht es stetig aufwärts."

Haben die Neulinge im Team die Erwartungen erfüllt?

"Die von den Trainern nominierten Ringer haben alle ihre beste Leistung abgerufen und konnten hier auch einige Erfahrungen sammeln. Ich hoffe dass es hier weiterhin vorwärts geht und wir vielleicht einige in Zukunft in der nationalen Spitze oder gerne auch International sehen werden."

Was ist in diesem Moment noch wichtig?

"Ich darf mich ganz besonders bei unseren HRV-Trainern und HRV-Physiotherapeuten für die gute Vorbereitung auf die DM bedanken und hoffe dass Sie in Zukunft weiterhin so gute Arbeit leisten werden. Die jungen Ringerinnen und Ringer werden hoffentlich ihren Weg gehen, auch wenn es ein schwieriges Umfeld zwischen Leistungssport, Beruf und  Berufsausbildung/Studium ist. Der HRV wird auch weiterhin versuchen,  optimale Trainings- bzw. Umfeldvorraussetzungen bereitzustellen."

Wolfgang Noack
Verantwortlich für diesen Inhalt: Hessischer Ringer-Verband e.V


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