Erfolgreiche Bundesliga-Saison der Hessen Lions Hessen Lions erneut Dt. Vizemeister

Der Wettkampf der medial sowohl mit Live Beiträgen im ZDF, als auch im Stream auf sportschau.de begleitet wurde, fand am nächsten Tag in der Swiss Life Hall bei teilweise vollbesetzten Rängen statt.
Mit dem Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft bei den Bundesliga-Playoffs im Rahmen der „Die Finals“ in Hannover haben die Hessen Lions eine erfolgreiche Saison eindrucksvoll abgeschlossen. Nach Platz drei in der Bundesliga-Hauptrunde qualifizierte sich das Team bereits zum zweiten Mal in Folge für die Runde der vier besten Mannschaften Deutschlands. Nachdem im vergangenen Jahr bei der ersten Playoff-Teilnahme auf Anhieb die Vizemeisterschaft gelang, bestätigten die Hessen ihre Spitzenposition auch in dieser Saison.
Für die Hessen Lions kamen im Verlauf der Bundesliga-Saison:
Marvin Bier, Eric Ridiger, Roman Raiswich, Nikita Neyman, Edgard Merkine, Armin Kurtanovic, Alessandro Engelhardt, Nico Merkine, Anass Abdelmalki, Lirant Suka und Mykhailo Shumovych zum Einsatz.
Mit konstant starken Leistungen in Hin- und Rückrunde legte die Mannschaft den Grundstein für die erneute Qualifikation für die Bundesliga-Playoffs.
Dramatischer Halbfinalsieg gegen LILTEC RKV
Im Halbfinale trafen die Hessen Lions auf LILTEC RKV. Den Auftakt machte Marvin Bier, der mit einem souveränen 8:3-Erfolg den ersten Punkt für Hessen sicherte. Anschließend setzte sich Edgard Merkine mit 5:2 durch und baute die Führung auf 2:0 aus.
Die beiden folgenden Begegnungen entwickelten sich zu echten Krimis. Sowohl Nikita Neyman als auch Armin Kurtanovic zeigten starke Leistungen, mussten sich ihren Gegnern jedoch jeweils knapp geschlagen geben. Damit stand es vor dem entscheidenden letzten Kampf 2:2.
Die Verantwortung lag nun bei Alessandro Engelhardt. Der erfahrene Athlet hielt dem Druck stand und gewann nach einem spannenden Kampf mit 5:3. Mit diesem Erfolg sicherte er den entscheidenden dritten Punkt und damit den Einzug der Hessen Lions ins Bundesligafinale.
Finale gegen MTV Ludwigsburg
Im Finale wartete der MTV Ludwigsburg. Erneut eröffnete Marvin Bier die Begegnung. Nach engagiertem Beginn musste er seinen Kampf beim Stand von 0:3 verletzungsbedingt aufgeben. Der Hessische Fachverband für Karate wünscht ihm eine schnelle und vollständige Genesung.
Vor einer besonderen Herausforderung stand anschließend Edgard Merkine. Der Athlet der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm traf auf einen Gegner der Klasse über 84 Kilogramm. Trotz einer kämpferisch überzeugenden Leistung konnte er die Niederlage nicht verhindern.
Für das Highlight aus hessischer Sicht sorgte anschließend Nikita Neyman. Mit einer starken Vorstellung gewann er seinen Kampf vorzeitig mit 10:2 und verkürzte auf 1:2.
Im vierten Kampf ging Eric Ridiger für die Hessen Lions auf die Matte. Trotz eines engagierten Auftritts gelang es ihm nicht, einen weiteren Punkt zu erzielen. Damit stand der Finalsieg für den MTV Ludwigsburg fest. Die Hessen Lions sicherten sich – wie bereits im Vorjahr – die Deutsche Vizemeisterschaft.
Mit der erneuten Finalteilnahme unterstreicht die Mannschaft ihre kontinuierliche Entwicklung. Innerhalb von nur zwei Jahren haben sich die Hessen Lions von ihrer ersten Playoff-Qualifikation zu einem festen Bestandteil der nationalen Spitze entwickelt und zählen inzwischen zu den erfolgreichsten Teams der Karate-Bundesliga.
Bronze für Nele Mielke nach spektakulärem Videobeweis
Auch bei den Damen gab es Grund zur Freude. Nele Mielke, die kurzfristig für den Harburger Turnerbund von 1865 (HTB) eingesprungen war, zeigte eine überzeugende Leistung und gewann mit ihrer Mannschaft die Bronzemedaille.
Der Kampf um Bronze bot Hochspannung bis zur letzten Sekunde. Bis kurz vor Schluss führte Nele Mielke mit einem Punkt Vorsprung. Wenige Sekunden vor dem Ende wurde die Begegnung unterbrochen, nachdem beide Coaches die Video-Review-Karte eingesetzt hatten. Zunächst werteten die Kampfrichter die Aktion zugunsten ihrer Gegnerin – eine Entscheidung, die den Ausgleich bedeutet hätte.
Da auch der Coach des HTB den Videobeweis beantragt hatte, wurde die Szene erneut überprüft. Nach der Auswertung erhielt auch Nele Mielke einen Punkt zugesprochen, sodass ihre Führung bestehen blieb. Mit großem Kampfgeist brachte sie den Vorsprung über die Zeit und sicherte den ersten Punkt für ihr Team im kleinen Finale. Gemeinsam mit einer Teamkollegin, die ebenfalls ihren Kampf gewann, durfte sich der HTB am Ende über die Bronzemedaille freuen.
Die Siegerehrung erfolgte -erneut vor breitem Publikum auf der Bühne am Rande des Maschsee- und wurde sowohl vom Oberbürgermeister der Stadt Hannover Belit Onay, als auch von einer Führungskraft des Haupt-Sponsors Rossmann begleitet.
Fazit
Mit der erneuten Deutschen Vizemeisterschaft bestätigen die Hessen Lions ihre kontinuierliche Entwicklung und ihren Platz in der nationalen Spitze der Karate-Bundesliga. Auch die Bronzemedaille von Nele Mielke mit dem Harburger Turnerbund rundete ein erfolgreiches Wochenende für den hessischen Karatesport ab.
Ein herzlicher Dank gilt den Landestrainern Alexander Lang und Jamal Laudiai sowie allen Heim- und Vereinstrainern, deren tägliche Arbeit und engagierte Unterstützung diese Erfolge erst möglich machen.
Der Hessische Fachverband für Karate gratuliert allen Athletinnen und Athleten herzlich zu ihren herausragenden Leistungen.
Zum Schluß noch eine Geschichte, wie sie wohl nur der Sport schreiben kann
Am Ende noch eine wunderschöne und nicht alltägliche Anekdote, die zeigt, dass es im Sport nicht nur um Medaillen und Wettkämpfe geht, sondern auch um die kleinen, menschlichen Momente.
Stefan Fuckert, Kommentator des ZDF-Livestreams, erzählte dort, dass während der Veranstaltung eine ältere Dame zu seinem Kommentatorenplatz kam. Sie überreichte ihm eine Papierserviette mit einer handgeschriebenen Nachricht in kyrillischer Schrift und bat ihn, diese an Nikita Neyman vom Team der Hessen Lions weiterzugeben.
Nachdem Stefan Fuckert die Serviette übergeben hatte, fragte er Nikita neugierig, was darauf geschrieben stand. Dessen Übersetzung sorgte zunächst für Verwunderung:
„Bitte iss einen großen Löffel Honig und trink danach einen großen Schluck Wasser.“
Auf den verdutzten Blick des Kommentators erklärte Nikita schmunzelnd, dass die Nachricht von seiner Oma stamme. Sie sei überzeugt, dass genau das sein persönliches Erfolgsrezept sei – schließlich esse er vor wichtigen Wettkämpfen vor lauter Nervosität immer viel zu wenig.
Wie später zu erfahren war, blieb Nikita mit diesem „Geheimrezept“ nicht allein: Er bot Honig und Wasser auch seinen Teamkollegen an. Und was soll man sagen? Es hat funktioniert!
Eine herrliche Geschichte, die zeigt, dass hinter sportlichen Höchstleistungen oft nicht nur hartes Training und Disziplin steckt, sondern auch die liebevolle Fürsorge einer Oma. Solche Momente machen den Sport unvergesslich – und genau deshalb muss diese Geschichte einfach erzählt werden!
Die Fotos zur Veranstaltung findet man entweder auf der Website des HFK, auf der Facebookseite des HFK und hier im Link:













