Hessen räumt Medaillen ab Arawaza Cup 2026

Tag 1 – Samstag
Der erste Wettkampftag stand ganz im Zeichen der jüngeren Altersklassen und bot von Beginn an spannende Begegnungen.
In der U10 (-35 kg) ging Leonard Sienkiewicz für SV Herkules 01 Kassel an den Start und sicherte sich nach starken Kämpfen verdient die Bronzemedaille.
Auch die U12-Athleten wussten zu überzeugen. In der Gewichtsklasse -35 kg dominierte Ilaria Sienkiewicz das Teilnehmerfeld und gewann souverän Gold. Mykhailo Miastkivskyi zeigte ebenfalls eine starke Leistung und belegte den zweiten Platz. Maksym Yelich trat in der Klasse -40 kg an und erreichte den siebten Platz. In der Gewichtsklasse +40 kg sicherte sich Luisa Beckel die Bronzemedaille (alle SV Herkules 01 Kassel).
Trotz starker Kämpfe und guter Leistungen schafften es Aleksandra Tomecka (-35 kg) vom KV Limburg sowie Marc Rodban, Nuran Rustem (beide +45 kg), Kyrylo Moskovchenko (-40 kg) und Maximilian Fuchs (-45 kg) vom SV Herkules 01 Kassel nicht in die nächste Runde und schieden ohne Chance auf die Trostrunde aus.
Knappe Entscheidungen in der U16
In der U16 standen die hessischen Athleten vor anspruchsvollen Aufgaben. Marcel Harisow schied in der Gewichtsklasse -57 kg bereits in der ersten Runde aus und hatte anschließend keine Möglichkeit mehr, über die Trostrunde weiterzukommen.
David Fuchs kämpfte sich in der Klasse -63 kg bis in das Bronze-Medal-Match vor, musste sich dort jedoch geschlagen geben und belegte am Ende den fünften Platz.
Petra Stanojcic erreichte in der Gewichtsklasse +63 kg das Halbfinale, verpasste den Einzug ins Finale nur knapp und unterlag anschließend auch im Kampf um Bronze. Damit belegte sie ebenfalls Rang fünf.
Im Kata-Wettbewerb war Mina Kuntz als einzige hessische Starterin im Einsatz. Zwar schied sie frühzeitig aus, sammelte jedoch wertvolle Erfahrungen auf internationalem Niveau.
Tag 2 – Sonntag
Am zweiten Wettkampftag standen die älteren Jahrgänge im Mittelpunkt und knüpften an die Leistungen des Vortages an.
In der U14 zeigte Milan Carapic eine herausragende Vorstellung. In der Gewichtsklasse -55 kg sicherte er sich souverän die Goldmedaille und blieb auch in der Open-Kategorie ungeschlagen, wodurch er sich seine zweite Goldmedaille des Tages holte. Insgesamt entschied er an diesem Wochenende beeindruckende elf Kämpfe für sich.
Ebenfalls in dieser Altersklasse gingen Artem Kolotenko und Kyrylo Yankovskyi (beide -45 kg) an den Start. Beide trafen früh auf starke Gegner, darunter jeweils einen der späteren Finalisten, und schieden nach Niederlagen sowie erfolglosen Trostrundenkämpfen auf dem neunten Platz aus.
Ben Wagner (-40 kg) musste sich ebenfalls früh aus dem Wettkampf verabschieden.
Mykhailo Viazmin (+55 kg) startete mit einem spannenden Auftaktsieg in das Turnier, konnte daran jedoch nicht anknüpfen und beendete den Wettkampf nach einer Niederlage sowie einer weiteren Niederlage in der Trostrunde auf dem siebten Platz.
Im Kata-Wettbewerb der U14 zeigte Leo Ide, der für SK Altenstadt startete, eine starke Leistung und gewann seine Kämpfe bis ins Poolfinale souverän. Dort verpasste er den Poolsieg nur knapp und hatte anschließend keine Möglichkeit mehr, über die Trostrunde weiterzukommen.
Liam Baghdjian vom SC Judokan traf bereits in der ersten Runde auf den amtierenden Deutschen Meister. Trotz einer guten Darbietung musste er sich geschlagen geben. Auch in der Trostrunde konnte er sich nicht durchsetzen und belegte am Ende den neunten Platz.
Gut besetzt in der U18
In der U18 zeigte sich Hessen in der Breite gut aufgestellt. Im Kata-Wettbewerb erkämpfte sich Lara Schäfer mit einer starken Leistung die Bronzemedaille. Dana Baghdjian belegte in derselben Disziplin den siebten Platz.
Melina Jürgens überzeugte im zweiten Pool mit einer starken ersten Runde, schied jedoch im anschließenden Poolfinale aus. Suvi Sander, Olivia Piazza und Michael Schönmeier zeigten ebenfalls engagierte Leistungen, verpassten jedoch trotz solider Katas den Einzug in die nächste Runde.
Im Kumite überzeugte Maria Ruppel in der Gewichtsklasse -59 kg. Sie gewann ihre erste Begegnung vorzeitig mit 8:0 und setzte sich auch in der zweiten Runde durch. Erst im Poolfinale musste sie sich geschlagen geben. Im anschließenden Kampf um Platz drei ließ sie nichts anbrennen und sicherte sich mit einem 4:0-Sieg die Bronzemedaille.
Davary Phok gewann seinen Auftaktkampf souverän mit sieben Punkten, schied jedoch in der nächsten Runde aus und hatte keine Chance mehr auf die Trostrunde.
Einen ähnlichen Verlauf nahm Kiril Chnykin (-68 kg), der seinen ersten Kampf mit 4:0 für sich entschied, anschließend jedoch ausschied und ebenfalls nicht mehr in die Trostrunde eingreifen konnte.
Kampfrichter im vollen Einsatz
An beiden Wettkampftagen waren insgesamt fünf hessische Kampfrichter auf 13 Tatamis im Einsatz. Von den Kata-Disziplinen am Morgen bis zu den Kumite-Wettbewerben am Nachmittag sorgten sie mit ihren Entscheidungen für einen reibungslosen Ablauf des Turniers.
Fazit
Der Arawaza Cup in Halle (Saale) bot den hessischen Kaderathleten eine wertvolle Möglichkeit zur internationalen Standortbestimmung. Neben mehreren Podestplätzen, darunter die Goldmedaillen von Ilaria Sienkiewicz und Milan Carapic, überzeugte das Team vor allem durch Einsatzbereitschaft und Kampfgeist. Besonders in den stark besetzten Altersklassen zeigte sich, dass Hessen über eine breite und leistungsstarke Nachwuchsstruktur verfügt.








