Beeindruckende Bilanz zum Weltcup Saisonende Olympia kann kommen
Im Monobob erneut im Mittelfeld
Auch in Altenberg konnte Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen. Schon im ersten Durchgang geriet sie nach einem mäßigen Start deutlich ins Hintertreffen und fand sich auf dem 13. Platz wieder. Auch mit der zweiten Fahrt gelang ihr keine Verbesserung. Selbstkritisch gestand sie ein, dass sie beide Male nicht sonderlich gut gefahren sei. So rutschte sie im Endergebnis auf den 14. Rang zurück. Ähnlich sieht es auch in der nun abgeschlossenen Weltrangliste aus, die sie auf dem 12. Platz beendete.
Sehr spannend verlief das Rennen an der Spitze denn nach dem 1. Lauf lagen die 3 Schnellsten nur 7/100 auseinander. Als Zweite ganz dicht dran war Laura Nolte (BSC Winterberg). Obwohl sie die zweite Fahrt fehlerfrei ins Ziel brachte wurde sie noch von der Australierin Breeana Walker, die auf Rang 3 dicht dahinter auf Lauerstellung lag, abgefangen und beendete das Rennen auf dem 3. Podestplatz. Diese Platzierung reichte aber für Nolte aus um erstmals den Gesamtweltcup im Monobob zu gewinnen. Damit hatte sie ihr Ziel erreicht, das sie sich für den Saisonabschluss gesetzt hatte. Lisa Buckwitz (BRC Thüringen), die noch etwas am Material getestet hatte, schaffte noch eine Verbesserung vom fünften auf den vierten Rang. Im Gesamtweltcup dieser Disziplin reichte dies für den zufriedenstellenden 3. Podestplatz. Gewonnen wurde das Rennen von der US-Amerikanerin Kaillie Armbruster Humphries die im Hinblick auf die olympischen Spiele immer besser in die Spur kommt.
Platz 3 zum Weltcup Saisonende
Einen versöhnlichen Saisonabschluss gab es für Kalicki im Zweierbob mit ihrer Anschieberin Lauryn Siebert (BSC Winterberg). Nach einem sauberen Lauf lagen die beiden am Ende des ersten Durchganges auf dem 3. Platz und konnten diesen mit einem sehr guten zweiten Lauf mit klarem Vorsprung verteidigen. Kalicki war denn auch zu Recht mit dem Ergebnis zufrieden und ihr wurde von Bundestrainer René Spieß eine kräftig ansteigende Formkurve testiert. Ihre Zufriedenheit umfasst auch ihr gutes Resultat im Gesamtweltcup, den sie ebenfalls auf dem dritten Platz beendete.
Gewonnen wurde das Rennen von Nolte/Deborah Levi (SC Potsdam), die an diesem Tag in einer eigenen Liga deutlich dominierten. Zweimal Start -und Laufbestzeit mit einer perfekten Leistung, der zweite Lauf mit neuem Start- und Bahnrekord, waren Beweis ihrer großen Überlegenheit. Da konnten auch die US-Girls Armbruster Humphries/Jasemin Jones nicht mithalten und wurden mit klarem Rückstand Zweite. Mit diesem fünften Saisonsieg holte sich Nolte sowohl im Zweier - als auch im Gesamtweltcup die hoch verdienten Kristallkugeln. Von ihren Trainingsstürzen mental und körperlich gut erholt zeigten sich Buckwitz und Kira Lipperheide (TV Gladbeck). Mit überzeugenden Startzeiten in zwei sehr ordentlichen Läufen schafften sie es auf den 6 Platz.
Silber im Zweierbob für Ammour
Im Finale des Weltcups ließ es Adam Ammour noch einmal richtig krachen. Der Frankfurter hatte seine gute Form von der Europameisterschaft konserviert und performte auch im Altenberger Eiskanal ganz stark. Er hatte wieder Benedikt Hertel (BRC Thüringen) in seinem Schlitten und die beiden fuhren im ersten Durchgang auf den zweiten Platz hinter Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude)/Georg Fleischhauer (SC Potsdam), die mit Start- und Laufbestzeit ordentlich vorgelegt hatten. Obwohl die Startzeit im zweiten Lauf nicht so gut war schafften sie es bei widrigen Wetterbedingungen diesen Platz zu sichern. Da die Führenden auch im zweiten Lauf Bestzeit erzielten gab es an dem Sieg des Stuttgarters nicht mehr zu rütteln. Das zum wiederholten Male rein deutsche Podest wurde durch Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg)/Alexander Schüller (SV Halle) komplettiert. Mit 6 Siegen im kleinen Schlitten war Lochner strahlender Sieger im Gesamtweltcup dieser Disziplin vor Friedrich und Ammour.
Zweiter Vierersieg in Folge
Gewaltig an Fahrt aufgenommen hat Adam Ammour von der Frankfurter Eintracht zum Ende der Weltcup Saison. Nach seinem Coup in St. Moritz setzte er nach und gewann auch in der Altenberger Eisrinne. Mit seinen Anschiebern Issam Ammour, Joshua Tasche (beide Eintracht Frankfurt) und Alexander Schaller (BC Bad Feilnbach) lag er mit 19/100 Rückstand nach dem ersten Durchgang mit dem dritten Rang auf der Lauer. Mit einem prächtigen Start und Tageslaufbestzeit legte er in der entscheidenden Hälfte beeindruckend vor. Zuerst musste Friedrich mit Matthias Sommer (BSC Winterberg), Schüller und Felix Straub (BSC Sachsen Oberbärenburg) die Waffen strecken und fiel hinter Ammour zurück, das bedeutete Rang 3 im Endresultat für die Crew von Friedrich. Der bei Halbzeit führende Lochner machte es mit seinen Mannen Thorsten Margis (SV Halle), Jörn Wenzel (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Fleischhauer mit der ultimativen Abfahrt des Tages trotz eines dicken Patzers in Kurve 14 bis auf den letzten Meter ganz spannend – und lag am Ende mit dem Wimpernschlag von 2/100 auf dem zweiten Platz. Ein kleines Trostpflaster für Lochner ist der Gewinn des Gesamtweltcups sowohl im großen Schlitten als auch in der Kombinationswertung. Dahinter reihen sich Friedrich und Ammour in beiden Wertungen ein.
Das ist zum Abschluss des Weltcups natürlich ein Paukenschlag kommentierte HBSV Präsidentin Erica Fischbach das Wochenende im Erzgebirge. Unsere hessischen und deutschen Bobsportler haben ein klares Signal an ihre Gegner geschickt, dass mit ihnen bei der Olympiade ganz fest zu rechnen ist. Nun heißt es sich zu erholen, die Körner wieder aufzufüllen, gesund zu bleiben und in Cortina die hervorragende Performance fortzusetzen. Sie selbst wird live vor Ort sein und kräftig die Daumen drücken.




