Europacup Saison nähert sich dem Ende Zwei Siege zum Abschluss
Illmann gewinnt beide Zweier Wettbewerbe
Im ersten Zweierbob Wettbewerb ging Maximilian Illmann (Eintracht Frankfurt/BSC Sachsen Oberbärenburg) mit Lukas Koller (BC Bad Feilnbach) an den Start. Beide bewiesen, dass sie über das Jahresende nicht nur auf der Couch gesessen hatten und legten ganz fulminant los. Obwohl es beim ersten Start noch nicht so recht harmonisierte erzielten sie im ersten Lauf Bestzeit und übernahmen mit 9/100 Vorsprung die Spitze vor Hans – Peter Hannighofer (BRC Thüringen)/ David Steube (Köln). Der zweite Start war bedeutend besser, erneute Laufbestzeit und der erste Sieg im neuen Jahr stand für die beiden zu Buche. Auch Hannighofer zeigte keine Schwäche und behauptete seinen zweiten Rang vor den Schweizern Michael Vogt/Amadou David Ndiaye. Die anderen deutschen Dous kamen nicht so recht in die Puschen und so mussten sich Tobias Dostthaler (BC Bad Feilnbach) /Simon Büthe (BSC Winterberg) sowie Laurin Zern (WSV Königssee) /Erik Leybold (BRC Thüringen) mit den Rängen sechs und sieben zufriedengeben. Dostthaler und Büthe können sich aber damit trösten, dass sie mit diesem Ergebnis Junioren Europameister geworden sind.
Deutlich besser lief es für die deutschen Teams beim zweiten Rennen im Zweierbob in Österreich. Illmann tauschte seinen Anschieber und machte mit Henrik Proske (SC Potsdam) einen Versuch. Das Ergebnis war unterm Strich wie am Vortag. Am Start sind noch Feinheiten zu verbessern aber am Ende sprang erneut ein deutlicher Sieg heraus. Die beiden lieferten zweimal Laufbestzeit und führten nach dem ersten Durchgang mit 5/100 vor Hannighofer mit Anschieber Henrik Bosse (MSC Magdeburg). Diesen Vorsprung weiteten sie in der zweiten Abfahrt noch ein wenig aus und Illmann feierte seinen 6. Europacup Sieg in dieser Saison. Trotz Startbestzeit in der zweiten Fuhre konnte Hannighofer den Sieg nicht mehr gefährden. Schon deutlich zurück erklommen Zern/ Steube den dritten Podestplatz. Rang 4 belegten knapp geschlagen Dostthaler /Felix Dahms (MSC Magdeburg) vor dem besten ausländischen Dou Gleenson/ Hullah aus Groß-Britannien.
Schwerer Stand im Vierer
Eine kleine Überraschung gab es im ersten von zwei Viererbob Entscheidungen. Das eidgenössische Team um Michael Vogt hatte schon in der gesamten Saison kräftig mitgemischt aber ihren Sieg in Innsbruck hatten wohl die wenigsten auf dem Schirm. Aber gegen die zweimalige Laufbestzeit gab es für die deutschen Teams dieses Mal keine Siegchance. Hannighofer, Bosse, Leypold und Philipp Wobeto (SC Potsdam) lagen nach dem ersten Durchgang mit den Schweizern zeitgleich, mussten sich aber nach der zweiten Fahrt geschlagen geben. Illmann zeigte zwei solide Leistungen aber mehr als Rang 3 waren für ihn und seine Mitstreiter Koller, Dahms und Lukas Frytz (BRC Ohlstadt) nicht drin. Dostthaler, Büthe, Julian Klein und Nick Kocevar (beide WSV Königssee) verbesserten sich mit dem zweiten Lauf noch vom neunten auf den fünften Platz. Die vierte deutsche Kombination mit Zern, Theo Hempel (BRC Thüringen), Steube und Rupert Schenk (SC Potsdam) fielen hingegen vom 6. auf den 7. Platz zurück.
Am zweiten Renntag wurden die Viererkombinationen des deutschen Verbandes teilweise neu gemischt. Illmann ging mit Frytz sowie den „Neuen“ Wobeto und Proske ins Rennen. In einem sehr engen Wettbewerb lagen sie nach dem ersten Durchgang auf dem 7. Platz. Da der zweite Start noch etwas schwächer ausfiel blieb es bei diesem Stand. Mit zweimaliger Laufzeit wurde das Rennen zu einer sicheren Beute von Hannighofer und seinem Team, das Steube, Kocevar und Hannes Schenk (SC Potsdam) umfasste. Hinter der italienischen Crew um Mattia Variola sicherten sich Zern, Hempel, Leypold und Schenk den dritten Podestplatz. Knapp dahinter finishten Dostthaler, Büthe, Klein und Tobias Maul.
Baus mit neuer Pilotin
Bei den Damen wurde der Kader etwas aufgemischt und neue Dous zusammengestellt. Mira Baus (Eintracht Frankfurt) ging erstmals mit Jill Kemp (BSC Winterberg) in den Eiskanal und die beide müssen sich noch zusammenraufen. Nach durchwachsenem Start reichte es im ersten Durchgang für den 10. Rang. In der zweiten Fahrt klappte es schon deutlich besser und die beiden verbesserten sich im Endklassement auf den 9. Platz. Gewonnen wurde das Rennen von der sieggewohnten Charlotte Candrix (BSC Winterberg) die die sehr routinierte Anabel Galander (MSC Magdeburg) als Anschieberin an Bord hatte. Gegen die zweimalige Laufbestzeit der Siegerin konnten auch Leona Klein (BRC Thüringen)/Lena Neunecker (SC Potsdam) nichts ausrichten und wurden mit etwas Rückstand Zweite. Diana Filipszki (WSV Königssee)/ Carolin Kupsch (BC Bad Feilnbach) überzeugten erst in der letzten Fuhre und reihten sich auf dem 7. Rang ein.
Landestrainer Tim Restle war voll des Lobes für Illmann, der mit dem Auftritt in Innsbruck seine Saison beendet. Vor allem die Startzeiten haben ihn angenehm überrascht. Im kleinen Schlitten sei die Saison ganz überragend gelaufen und auch im Vierer seien die Perspektiven sehr gut. Auch Baus habe sich mit ihrer neuen Pilotin gut geschlagen und wird sicherlich noch weitere Chancen bekommen, ihr Können zu beweisen.




