Jahr geht erfolgreich zu Ende Ammour auch in Sigulda vorn dabei

Die Eintracht Adler Adam Ammour  (Links) und Joshua Tasche weiter auf Höhenflug    Bild: Laura Lakovica IBSF
Die Eintracht Adler Adam Ammour (Links) und Joshua Tasche weiter auf Höhenflug Bild: Laura Lakovica IBSF

Im anspruchsvollen Eiskanal in Lettland wurden dieses Mal zwei Wettbewerbe im Zweierbob ausgefahren. Das Meldeergebnis von 25 Schlitten aus 14 Nationen war recht beindruckend. Darunter befanden sich auch die drei deutschen Teams die seither die Weltcup Rennen beherrscht hatten. Diese Dominanz sollte auch in Sigulda anhalten.

Podest in deutscher Hand

Beim dritten Dreifachsieg der deutschen Zweierbobs zeigte auch Adam Ammour (Eintracht Frankfurt) erneut eine starke Leistung. Vor allem in Anbetracht dessen, dass er sich im vergangenen Jahr mit 3 Stürzen auf der herausfordernden Bahn in Lettland sehr schwer tat überzeugte er in beiden Läufen. Der Adler-Träger hatte mit Benedikt Hertel (BRC Thüringen) seinen oftmaligen Anschieber dabei und nach dem ersten Lauf lagen sie nur 3/100 hinter dem Silber-Platz. Die zweite Abfahrt verlief mit der sechstschnellsten Laufzeit nicht ganz optimal, aber sie konnten den 3. Rang vor den Schweizern Michael Vogt/Andreas Haas sicher verteidigen.

Mit zwei hervorragenden Fahrten zeigte Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) sein großartiges Können aber es gelang ihm nicht die schwächeren Startzeiten mit Thorsten Margis (SV Halle), der sein letztes Rennen im Zweier bestritt, aufzuholen. Mit  zwei Mal Start- und Laufbestzeit fuhren Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg/ Alexander Schüller (SV Halle) in einem spannenden Wettbewerb einen souveränen Sieg heraus. Für Friedrich war dies der erste Saisonerfolg im kleinen Schlitten.

Wie gehabt: 3 deutsche Teams  an der Spitze

Auch Adam Ammour mischte wieder vorne mit. Mit Joshua Tasche (Eintracht Frankfurt) als Anschieber erwischten sie einen sehr guten Start, aber in der Abfahrt wackelte Ammour und so reichte es erst einmal nur für den 7. Platz. In Durchgang 2 starteten die beiden eine furiose Aufholjagd. Nach gutem Start erzielten sie die drittbeste Laufzeit und konnten sich noch bis auf dem 3. Podestplatz vorschieben. Damit hatten die Beiden nach Aussage von Adam ihr Vorhaben erfüllt und waren sehr zufrieden. Mit der Leistung lagen sie deutlich vor Michael Vogt/Amadou David Ndiaye aus der Schweiz und dem Rest des Feldes.

Wie entfesselt war an diesem Renntag Johannes Lochner unterwegs, der Thorsten Margis planmäßig durch seinen etatmäßigen Anschieber Georg Fleischhauer (SC Potsdam) ausgetauscht hatte. Mit Start- und Laufbestzeit in der ersten Abfahrt und einem soliden Vorsprung von 27/100 schockte er seine Konkurrenten. Da  die beiden im zweiten Durchgang kräftig nachsetzten  summierte sich ihr Vorsprung auf kaum glaubliche 53/100 und Lochner konnte seinen 3. Saisonsieg feiern. Vor allem mit ihren famosen Startzeiten war er hoch zufrieden. Gegen diese tolle Leistung war auch für Francesco Friedrich auf Rang 2 kein Kraut gewachsen. An seinen fahrerischen Leistungen gab es nichts zu mäkeln und auch die Starts verliefen sehr gut. Aber Lochner war „heute einfach besser“ wie Friedrich neidlos anerkannte. Es war für ihn auch keine Entschuldigung, dass er vorsorglich Tim Becker (MSC Magdeburg) wegen eines drohenden Verletzungsrisikos gegen Alexander Schüller austauschte.

Diese erfolgreiche Fahrt nach Sigulda war natürlich der perfekte Jahresabschluss für die deutschen Teams kommentierte HBSV Präsidentin Erica Fischbach das Ergebnis. Adam Ammour hat sich in der Weltspitze etabliert und auch für Tasche stehen die Sterne ausgesprochen günstig. Nun heißt es über den Jahreswechsel erholen und Kraft tanken. Danach verletzungsfrei zu bleiben und die hervorragende Form für die  olympischen Spiele zu konservieren.

Klaus-Dieter Neumann
Verantwortlich für diesen Inhalt: Hessischer Bob- und Schlittensportverband e.V.


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