Sportkreis würdigt Ehrenamt beim Voltigierturnier Ehrenamt bleibt Fundament des Sports
Auf Einladung des Reit- und Fahrvereins Edertal besuchte der Sportkreis das diesjährige Voltigierturnier am 30. und 31. Mai in Allendorf. Im Rahmen der Siegerehrung richtete Kerstin Mühlhausen ein Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Verantwortlichen des Vereins, die anwesenden Eltern sowie die zahlreichen Helferinnen und Helfer und nutzte die Gelegenheit, die herausragende Bedeutung des Ehrenamts für den organisierten Sport hervorzuheben.
Bereits beim Rundgang über die Turnieranlage wurde deutlich, welch enorme Leistung hinter einer Veranstaltung dieser Größenordnung steckt. Die Turnierplätze waren hervorragend vorbereitet, die Halle festlich geschmückt, Zelte und Versorgungsbereiche aufgebaut, die gesamte Anlage übersichtlich ausgeschildert und die Infrastruktur für Teilnehmer, Gäste und Betreuer bestens organisiert. Was Besucher an einem Turnierwochenende oftmals als selbstverständlich wahrnehmen, ist in Wirklichkeit das Ergebnis vieler Stunden ehrenamtlicher Arbeit.
Im Mittelpunkt des Grußwortes des Sportkreises stand darum das Ehrenamt. Ohne die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer wären Veranstaltungen wie dieses Voltigierturnier nicht durchführbar. Sie übernehmen Verantwortung bei der Planung, Organisation und Durchführung und schaffen damit die Voraussetzungen dafür, dass Kinder und Jugendliche ihren Sport ausüben können. Gleichzeitig dankte der Sportkreis den helfenden Mitgliedern und Eltern für ihre Unterstützung. Sie begleiten ihre Kinder zu Trainingseinheiten und Wettkämpfen, engagieren sich häufig selbst im Vereinsleben und tragen damit wesentlich dazu bei, dass die Nachwuchsarbeit in den Vereinen bezahlbar gelingt.
Gleichzeitig beobachtet der Sportkreis eine Entwicklung, die viele Vereine zunehmend beschäftigt. Insbesondere Vereine mit einer starken Kinder- und Jugendarbeit stehen vor der Herausforderung, genügend ehrenamtliche Unterstützung zu gewinnen. Während die Nachfrage nach sportlichen Angeboten für Kinder und Jugendliche steigt, da heute oft beide Eltern berufstätig sind, sinkt vielerorts die Bereitschaft der Eltern, sich regelmäßig im Vereinsleben einzubringen. Als Folge führen immer mehr Vereine verpflichtende Arbeits- oder Ehrenamtsstunden ein oder erheben Ausgleichszahlungen, wenn diese Leistungen nicht erbracht werden.
Diese Entwicklung zeigt deutlich, wie wertvoll und gleichzeitig wie verletzlich das Fundament des Vereinssports geworden ist. Das Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit. Es lebt von Menschen, die bereit sind, Zeit, Engagement und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Damit dieses Engagement auch künftig erhalten bleibt, sind die Vereine gefordert, die Leistungen ihrer Ehrenamtlichen sichtbar zu machen. Wertschätzung darf nicht nur intern erfolgen, sondern sollte auch öffentlich gezeigt werden – durch Berichte in den Medien, Beiträge in den sozialen Netzwerken, Ehrungen bei Veranstaltungen oder die bewusste Vorstellung der Menschen, die hinter den Kulissen Verantwortung übernehmen. Wer sich engagiert, möchte zwar meist keine große Bühne, aber die Gewissheit, dass sein Einsatz wahrgenommen und geschätzt wird. Gerade diese Anerkennung kann dazu beitragen, weitere Menschen für ein Ehrenamt zu gewinnen und langfristig an die Vereinsarbeit zu binden.
Das Voltigierturnier des Reit- und Fahrvereins Edertal hat eindrucksvoll gezeigt, wie erfolgreich Vereinsarbeit sein kann, wenn viele Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Der Sportkreis bedankt sich herzlich beim Vorstand, den Organisatorinnen und Organisatoren sowie allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren außergewöhnlichen Einsatz und die herzliche Gastfreundschaft. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Sport, die Jugendarbeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Region.








