Sportkreis geht in Klausur Wichtige Impulse für 2026

In einer konstruktiven und sportlich-fairen Atmosphäre hat sich der Sportkreis Groß-Gerau am 21. Februar zu einer Klausurtagung zusammengefunden. Ziel der Veranstaltung war es, zentrale Zukunftsthemen gemeinsam weiterzuentwickeln und wichtige Impulse für das Jahr 2026 zu setzen

Leitbild bleibt bestehen – Ganztag rückt in den Fokus

Den Auftakt der Klausurtagung bildete ein intensiver und konstruktiver Austausch über das bestehende Leitbild des Sportkreises und es wurde dazu entschieden, dieses in seiner aktuellen Form beizubehalten.

Eine Aufgabe der Zukunft wird bereits in diesem Jahr zum Schwerpunkt im Handeln des Sportkreises werden. Durch die gesetzliche Verpflichtung, Erstklässler acht Stunden täglich zu betreuen, eröffnen sich auch für Sportvereine neue Möglichkeiten. Sie können Ganztagsangebote aktiv mitgestalten und Kindern zukünftig den Zugang zum Sport erleichtern. Dr. Udo Ahlheim, stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises, lieferte hierzu anhand des SV 1946 Crumstadts ein praktisches Beispiel. Als Vereinsvorsitzender ist er bereits intensiv mit Schulen, Vereinen und Verantwortlichen des Kreises im Austausch und weitere Gespräche stehen bevor. Seine klare Botschaft: „Der Sportkreis muss aktiv werden und als Bindeglied zwischen Schule und Verein auftreten.“

Offene Fragen betreffen unter anderem die Lizenzierung von Übungsleitenden, die Entlohnung sowie die Verantwortung für Ersatz bei Ausfällen. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist ein kontinuierlicher Austausch zwischen Sportkreis, Vereinen, Schulen und Kommunalpolitik entscheidend.

Gut zu wissen: Für Kooperationen liegt bereits ein Muster-Dienstleistungsvertrag vor.

Hinweis zu den Vertragsbezeichnungen

Begriffe wie Dienstleistungsvertrag, Kooperationsvertrag oder Flex-Vertrag tauchen im Alltag oft nebeneinander auf. Häufig sind damit ähnliche, aber leicht unterschiedlich ausgestaltete Vereinbarungen gemeint:

  • Dienstleistungsvertrag: Regelt klar definierte Leistungen eines Vereins gegenüber der Schule (z. B. Durchführung einer Sportstunde).
  • Kooperationsvertrag: Hebt stärker die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Verein und Schule hervor; kann breiter angelegt sein.
  • Flex-Vertrag: Wird gelegentlich genutzt, wenn flexible Einsätze oder modulare Angebote vereinbart werden.

Für Vereine wichtig: Es sollte immer selbst geprüft werden, welche Inhalte konkret geregelt sind und nicht nur, wie der Vertrag heißt.

Gemeinsam für Menschenwürde und Zusammenhalt

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die geplante Kooperation zwischen dem Hessischen Schützenverband und der Sportjugend Hessen. Gemeinsam soll 2026 ein neues Projekt entwickelt werden, welches an das erfolgreiche Format „Menschenwürde und Zusammenhalt“ anknüpft.

Angelika Ribler (Sportjugend Hessen, Referatsleiterin Jugend- und Sportpolitik) wird die Projektentwicklung begleiten. Die offizielle Interessenbekundung wird durch sie an den Schützenverband weitergeleitet.

Fachtag Kindeswohl in Vorbereitung

Der Sportkreis plant außerdem einen Fachtag zum Thema Kindeswohl, was eine gezielte Fortbildungsveranstaltung für Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten ist und als offizielle Fortbildung anerkannt werden soll. Die Durchführung ist im letzten Quartal 2026 oder Anfang 2027 vorgesehen. Sie soll gemeinsam mit folgenden Organisationen durchgeführt werden:

  • dem Verein Wildwasser,
  • dem Kinderschutzbund,
  • sowie den Sportkreisen Darmstadt-Dieburg und Main-Taunus.

Auch eine Unterstützung durch die Kreisjugendförderung wird geprüft.

Ziele im Blick

Zum Abschluss wurde das Sportkreiskonzept für den Zeitraum 2025 bis 2028 betrachtet. Viele kurzfristige Ziele konnten bereits erreicht werden; andere befinden sich aktuell in Umsetzung oder Planung.

Sportkreis Groß-Gerau
Verantwortlich für diesen Inhalt: Sportkreis Groß-Gerau


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