Hoher Besuch im Landesleistungszentrum Innenminister überreicht Förderbescheid
Die Förderung stammt aus dem Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" und trägt unser Projekt für den Zeitraum 2025 bis 2027. Im Mittelpunkt steht der offene Dialog über demokratische Werte, die Auseinandersetzung mit Extremismus und die Frage, welche Verantwortung jeder Einzelne, als Schützin oder Schütze, als Funktionsträger oder als Vereinsmitglied, dabei trägt.
Für uns als Verband ist diese Förderung mehr als finanzielle Unterstützung: Sie ist eine Bestätigung, dass unsere rund 1.000 Vereine als Orte der Gemeinschaft und des gesellschaftlichen Austauschs wahrgenommen und geschätzt werden. Minister Posek brachte es im Gespräch mit unserer Präsidentin Tanja Frank und Projektleiterin Mariele Zobel treffend auf den Punkt: „Das ist gut angelegtes Geld."
In seiner Ansprache unterstrich Posek, dass Prävention nur im Zusammenspiel von Staat, Zivilgesellschaft und engagierten Bürgerinnen und Bürgern gelingen kann und hob dabei ausdrücklich die Reichweite des HSV hervor. Mit unseren Vereinen, die über alle Regionen Hessens verteilt sind und Menschen unabhängig von Herkunft, Glauben oder sozialem Hintergrund ansprechen, sind wir in einer einzigartigen Position, um demokratische Werte in die Breite zu tragen und extremistischen Tendenzen früh entgegenzuwirken.
Das Landesprogramm besteht seit 2015. Die aktuell dritte Förderperiode läuft bis Ende 2029 und umfasst über 100 Projekte. Allein für 2025 stehen rund elf Millionen Euro bereit, ein klares Bekenntnis der Hessischen Landesregierung zur Extremismusprävention.
Zum Abschluss seines Besuchs ließ sich Minister Posek noch die große Schießhalle auf dem Gelände des Landesleistungszentrums zeigen und war sichtlich beeindruckt. Mit ihren 60 Luftdruck-Schießständen ist die multifunktionale Halle die modernste Anlage dieser Art in ganz Deutschland und ein konkretes Zeichen dafür, wie ernst wir sowohl den Spitzen- als auch den Breitensport nehmen.
Im Rahmen des Projektes „Schützen im Dialog“ hat der Hessische Schützenverband bereits eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Erkennen von Radikalisierung“ durchgeführt. Aktuell bieten wir Weiterbildungen zum Thema „Werteklärung und Verankerung in der Satzung“ an. Darin erhalten die Vorstände von Vereinen das Handwerkszeug, um sicher mit antidemokratischen Tendenzen, Konflikten oder vereinsschädigendem Verhalten umzugehen. Sie erfahren außerdem, wie sie entsprechende Regelungen in der Vereinssatzung verankern. Für die Mitglieder der Landeskader ist eine Schulung zum Erkennen von Fake News in Sozialen Medien geplant. Für den weiteren Verlauf des Jahres sind Workshops geplant, die sich mit der Aufnahme neuer Mitglieder in den Schützenverein beschäftigen. Und den Jahresabschluss wird ein Kongress bilden, bei dem der Austausch der Teilnehmer mit den Netzwerkpartnern im Mittelpunkt stehen wird.






