Starker Auftritt beim Lapua IWK 2026 Grabowski holt Gold

Die Medaillengewinnerinnen im 3x40-Schuss-wettbewerb der Juniorinnen: (von links
Die Medaillengewinnerinnen im 3x40-Schuss-wettbewerb der Juniorinnen: (von links) Lolita Nectoux, Katrin Grabowski und Xenia Mund. Bild: PSV Olympia Berlin e.V.

Zum 31. Mal fand in der Berliner Walther-Arena der Lapua IWK statt – mit beachtlichen Leistungen für die hessischen Athleten. Bei den Juniorinnen krönte sich Katrin Grabowski zur Siegerin im olympischen Gewehrprogramm. Dazu kamen einmal Gold und einmal Silber für hessische Schützen in den Pistolen-Disziplinen.

Grabowski schießt sich an die Spitze

Das Highlight aus hessischer Sicht lieferte Katrin Grabowski vom Hessischen Schützenverband im Finale der Juniorinnen 3x40-Schuss-Wettbewerb mit dem KK-Gewehr. Die Steindorferin hatte sich im Vorkampf als Siebte (581 Ringe) für das Finale qualifiziert. Dort zeigte sie über die gesamte Strecke eine bemerkenswert konstante Leistung: Mit einem starken Kniend-Durchgang (102,0 Ringe) und einem souveränen Liegend-Abschnitt (103,9 Ringe) ging Grabowski als Führende in die Stehend-Elimination. Dort behielt sie auch unter zunehmendem Druck die Nerven und setzte sich mit einem Finalergebnis von 356,4 Ringen klar an die Spitze – vor der Französin Lolita Nectoux (355,2) und Xenia Mund aus Bayern (345,3).

Knappes Ausscheiden im Luftgewehr

Bereits zuvor hatte Grabowski im Luftgewehr-Wettbewerb aufhorchen lassen. Mit 625 Ringen qualifizierte sie sich als Fünfte des Vorkampfes für das Finale. Der erhoffte Medaillenrang blieb ihr jedoch um Haaresbreite verwehrt: Als Vierte fehlten ihr nach 20 Schuss lediglich 0,1 Ringe auf Bronzemedaillengewinnerin Alissa Rizzo. Gold und Silber gingen in dieser Disziplin an Romy Winkler und Xenia Mund, beide vom Bayerischen Sportschützenbund.

Grabowski: „Schöner Abschluss meines ersten Wettkampfes in Berlin"

Nach dem Wettkampf zog Grabowski ein ehrliches Fazit: „Ich war diese Woche körperlich nicht ganz auf der Höhe und das habe ich vor allem in den Vorkämpfen stark gemerkt. Dennoch bin ich mit den Ergebnissen zufrieden und habe mich über die zwei Finalteilnahmen gefreut. Leider konnte ich im Luftgewehr mit einem Zehntel keinen Treppchenplatz für mich gewinnen. Dafür hat es im Kleinkaliber nochmal besser funktioniert und ich hatte mit Gold einen schönen Abschluss meines Wettkampfes in Berlin."

Mentzel und Krebs kämpfen in den Erwachsenen-Finals

Im Finale der Damen im 3x40-Schuss-Wettbewerb vertraten gleich zwei HSV-Athletinnen die hessischen Farben. Katharina Mentzel hatte sich in der Qualifikation als Achte (582-24x) knapp für das Finale qualifiziert und belegte dort mit 321,8 Ringen den fünften Platz – eine respektable Leistung im starken internationalen Feld.

Lina Krebs verpasste in derselben Qualifikation als Neunte (581-25x) das Finale nur hauchdünn. Sie startete jedoch im Finale mit dem Luftgewehr, wo sie auf Platz sieben abschloss.

Paul Piesche im Pistolen-Junioren-Finale

Für die Pistolenschützen des HSV stand Paul Piesche im Rampenlicht: Der HSV-Junior qualifizierte sich mit 559 Ringen als Siebter für das Finale bei den Luftpistolen-Junioren. Dort schied er allerdings schon zu Beginn als Achter aus. Die Qualifikation für ein internationales Finale in dieser Altersklasse ist für sich genommen bereits ein Erfolg.

Hessens Nationalkader-Schützen in Topform

Bei den Erwachsenen waren drei hessische Nationalkaderathleten am Start.

Christian Reitz setzte bei den Herren mit der Luftpistole ein starkes Zeichen. Im Vorkampf qualifizierte er sich mit 586 Ringen auf Rang 1 für die Runde der besten Acht. Im Finale setzte sich Reitz mit einer konstanten Leistung ebenfalls durch und gewann Gold vor Arjun Singh Cheema (Indien) und Jonathan Wong Guanjie (Malaysia).

Bei der 25-Meter-Sportpistole der Damen holte Doreen Vennekamp die Silbermedaille. In der Vorrunde hatte sie mit 591 Ringen noch klar auf Position 1 gelegen. Das Finale beendete sie mit 40 Treffern hinter der französischen Siegerin Camille Jedrzejewski (42 Treffer). Bronze sicherte sich Monika Karsch (DSB) mit 35 Treffern. Svenja Berge belegte den siebten Platz.

In der Luftpistolen-Konkurrenz konnten sich die beiden hessischen Schützinnen nicht für das Finale qualifizieren. Svenja Berge verpasste mit 565 Ringen als Neunte um einen Ring den Einzug ins Finale. Doreen Vennekamp landete mit 564 Ringen auf Platz 11.

Starke Teamleistung des HSV

Neben den Top-Platzierungen waren zahlreiche weitere hessische Schützinnen und Schützen in Berlin am Start. Auch wenn der Sprung in die Finalrunden in dem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld nicht jedem gelang, unterstrichen die Ergebnisse die gute Nachwuchsarbeit und Breite im hessischen Kader.

So gelang Leopold Waczlawsky bei den Luftgewehr-Junioren mit 613,0 Ringen nur ein zehnter Platz und Mia Klaproth fehlten bei den Juniorinnen mit der Luftpistole mit 555 Ringen nur drei Innenzehner, um sich auf Platz acht für das Finale zu qualifizieren.

Lutz Berger
Verantwortlich für diesen Inhalt: Hessischer Schützenverband e.V.


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