Cadet European Cup Judoka setzen Ausrufezeichen in Teplice!
Beim Cadet European Cup im tschechischen Teplice haben Hessens Nachwuchsjudoka ein bemerkenswertes Ergebnis erzielt und damit ein deutliches sportliches Ausrufezeichen gesetzt. Mit zwei Silbermedaillen durch Aaron Keller (-50 kg) und Dmytro Matuznyi (-73 kg) gelang ein Erfolg, der in dieser Form Seltenheitswert hat.
Besonders im Vergleich zu den vergangenen Jahren wird die Bedeutung dieser Leistung deutlich: In den letzten acht Jahren konnte lediglich einmal überhaupt eine Medaille bei diesem hochklassig besetzten internationalen Turnier gewonnen werden – in diesem Jahr gleich zwei Finalteilnahmen und zwei Silbermedaillen. Diese Bilanz unterstreicht eindrucksvoll die positive Entwicklung des hessischen Judonachwuchses im internationalen Vergleich.
Aaron Keller überzeugte mit einem starken Turnierverlauf und fünf Siegen auf dem Weg ins Finale. Der junge Athlet präsentierte sich technisch vielseitig und kämpferisch dominant. Im Finalkampf brachte er seinen Gegner mit einer klaren Aktion zu Fall, die jedoch nur mit Waza-ari bewertet wurde. Im anschließenden Bodenkampf musste er sich geschlagen geben. Dennoch ist der zweite Platz – insbesondere als jüngster Jahrgang – als herausragender Erfolg einzuordnen.
Auch Dmytro Matuznyi zeigte eine beeindruckende Leistung. Mit insgesamt sieben Kämpfen absolvierte er ein intensives Wettkampfprogramm und setzte sich dabei gegen starke internationale Konkurrenz durch. Im Finale lag er zwischenzeitlich in Führung, musste sich am Ende jedoch nach zwei abgegebenen Wertungen knapp geschlagen geben. Seine Silbermedaille unterstreicht dennoch seine Leistungsstärke auf internationalem Niveau.
Landestrainer Dominik Riedel zeigte sich zufrieden mit dem Abschneiden seiner Athleten, betonte jedoch zugleich das vorhandene Potenzial: Perspektivisch sollen solche Finalteilnahmen künftig auch in Goldmedaillen umgemünzt werden.
Neben den beiden Medaillengewinnern sammelten auch Xenia Geringer, Luisa Stock und Sophia Nebhuth wichtige internationale Wettkampferfahrungen, auch wenn sie sich bereits in der ersten Runde geschlagen geben mussten.
Im Anschluss an das Turnier verbleibt das Team noch bis Mittwoch in einem internationalen Trainingslager, um die gewonnenen Eindrücke weiter zu vertiefen und die nächsten Entwicklungsschritte vorzubereiten.
Mit diesem Ergebnis setzt der hessische Judonachwuchs ein starkes Signal und zeigt, dass er sich im internationalen Vergleich zunehmend erfolgreich behaupten kann.





