Sportkreis Wiesbaden lässt Sportgala aufleben Der Breitensport steht im Mittelpunkt

Nach den erfolgreichen „Tagen der Sportvereine“ auf dem Schloss-Platz vor dem Rathaus hat der Sportkreis Wiesbaden nun wieder zu einer SPORTGALA eingeladen. „Wir wollen mit dieser Neuauflage in erster Linie den wichtigen Breitensport, das Ehrenamt und die Vielfalt des Sports in unserer Heimatstadt in den Fokus stellen“, so Dieter Elsenbast. Natürlich ist der Leistungs- und Profisport wichtig, „aber der Breitensport ist der Kitt zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft“.

Er weist darauf hin, dass es nicht nur im Sportkreis, sondern auch in allen Vereinen immer schwerer wird, Mitstreiter für das Ehrenamt zu gewinnen.
Eröffnet wurde die SPORTGALA durch die Bambinis des Biebricher Fußballvereins von 1902 mit einem kleinen Übungsspiel. Dieter Elsenbast freute sich über die vielen Besucherinnen und Besucher, die der Einladung zur SPORTGALA gespannt gefolgt waren und für volle Tribünen sorgten. Aber er konnte auch viele Ehrengäste aus Sport und Politik Willkommen heißen.
Der Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende bedankte sich in seinem Grußwort bei den vielen Ehrenamtlichen, ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchführbar wäre. In seiner Funktion als Sportdezernent freute er sich, dass in Wiesbaden viel in den Erhalt und Neubau von Sportstätten investiert werden kann und dass die Sporteinrichtungen in der Landeshauptstadt den Vereinen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden können, was nicht selbstverständlich sei und bundesweit kaum Nachfolger findet.
Die Präsidentin des Hessischen Landessportbundes  Juliane Kuhlmann konnte aus dem Kreis der vielen Ehrenamtlichen Christa Eng und Eva Hoffmann für ihre Aktivitäten mit der Verdienstnadel auszeichnen. Die Hip-Hop-Tanzgruppe des TV 1890 Breckenheim begeisterten das Publikum mit ihrem farbenfrohen Auftritt. Es war erst der zweite Auftritt der Kinder, die sich im ersten bis vierten Schuljahr befinden. Der Turnverein 1846 Erbenheim unterhielt das Publikum gerne mit zwei Kindergruppen Drums Alive; sowohl die vier- bis sechsjährigen als auch die zweite Gruppe im Alter von 7 bis 14 Jahren trommelten nach den Rhythmen der Musik mit Sticks auf Pezzibällen. Der Sportkreis hat darauf verzichtet, Eintrittsgelder für die Veranstaltung zu erheben; stattdessen hat er die Besucherinnen und Besucher um eine Spende für die Initiative Herzenswärme gebeten, die auch großzügig erfolgte. Die Initiative setzt sich dafür ein, Inklusion zu fördern und jedem Menschen, unabhängig von Beeinträchtigungen, die Unterstützung und Wertschätzung zukommen zu lassen, die er verdient.
Die Crazy Girls, eine Gruppe von acht Mädchen im Alter von 10 bis 12 Jahren, zeigten einen modernen Tanz; ebenfalls vom TV 1881 Bierstadt kommen die acht Mädels im Alter von 12 bis 14 Jahren als Tanzgruppe Dancing Girls.
Auch mit 92 Jahren steht Rosi Blöcher als Trainerin von Jugendmannschaften noch regelmäßig auf dem Hockeyplatz des Wiesbadener Tennis- und Hockey-Clubs im schönen Nerotal. Die von ihr trainierten Hockey-Kids zeigten ihr Können beim Spiel auf vier Tore, welches noch ohne Torhüter gespielt wird. Von älteren Spielern wurde in kurzen Sequenzen das Penalty-Schiessen vorgeführt und erläutert.
Ein Video-Einspieler von der Deutschen Meisterschaft der Bogenschützen, welche im vergangenen Jahr in Wiesbaden in herrlicher Umgebung vor dem Kurhaus stattfand, zeigte die Faszination dieses Sports, bevor die Jazztanz-Gruppe des TuS Dotzheim 1948 eine Choreographie zu „Sand“ von Nathan Lanier vorführten. Der Judo-Club Wiesbaden 1922 führte mit Kendo eine Kampfkunst vor, die jeder ausüben kann. Gekämpft wird mit einem Bambusschwert, dem Shinai. Zur Abkühlung zeigte der Wiesbadener Yacht-Club mit dem Motorbootclub Mittelrhein ein Video von der Hessenschau, in dem über Meisterschaften im Schiersteiner Hafen berichtet wurde. Speziell ging es in dem Film über Schlauchboot-Parcourfahren, welches auch für Jugendliche im Alter von 8 bis 27 Jahren möglich ist.
Die beiden Vereine RC Delkenheim 1925 und TSG 1861 Sonnenberg haben viele Kinder und Jugendliche aktiviert, um beim Kunstradfahren ihr Können zu beweisen. Moderiert von Rainer Jäkel, dem Vizepräsidenten des Hessischen Radfahrerverbandes, fuhren die Teilnehmenden diverse Figuren auf den speziellen Rädern, die keinen Freilauf haben. Sehr aktiv in der Wiesbadener Breitensportszene ist Jürgen Mauer, der Sportabzeichen-Obmann im Sportkreis. Er hat es geschafft, dass viele Schulen und Betriebssport-Gemeinschaften, aber natürlich auch diverse Vereine in jedem Jahr Sportabzeichen abnehmen.
Circa 20 Mädchen im Alter von 5 bis 9 Jahren vom Turnerbund Wiesbaden 1864 führten eine rhythmische Sportgymnastik vor, wobei sich tänzerische Eleganz mit turnerischer Geschicklichkeit verbinden. Musikalisch untermalt zu den Klängen von Dance Monkey wurde so das Körperbewusstsein, Flexibilität, Musikalität und Teamgeist gefördert, was den jungen Tänzerinnen viel Freude bereitete.
Ebenfalls vom TV 1881 Bierstadt führte eine große Gruppe von Müttern mit Töchtern Dance & Drums vor, also Trommeln auf Pezzibällen mit Drumsticks. Die Ligaturner des Turnerbund Wiesbaden hätten sich auch gerne mit einer Darbietung ihrer Turnkunst an der SPORTGALA beteiligt. Aus beruflichen oder Studiengründen sind aktuell nicht alle aktiven Sportler vor Ort, so dass den Zuschauern nur ein Video mit Leistungen der Regionalliga-Turner präsentiert werden konnte. Bereits seit 25 Jahren wird im TV Waldstraße 1902 Ballett angeboten und so erfreuten Tänzerinnen im Alter von 15 bis 19 Jahren das Publikum mit ihren sehr gelungenen Darbietungen. Einstudiert wurde ein bunter Mix aus klassischem Ballett, Lyrical Jazz und Modern Dance.
Eine Gruppe des Turnerbund Wiesbaden 1864 zeigte eine besondere Übung mit der Bezeichnung KAHA. KAHA bedeutet in der maorischen Sprache so viel wie „stark“, „Kraft“ oder „Energie geladen“. Die Bewegungen sind fließend, geschmeidig und werden kontrolliert ausgeführt. Vom Taiji, Qigong und klassischem Yoga inspiriert, geht es beim KAHA darum, seine innere Ruhe zu finden und eine Balance zwischen Körper und Geist herzustellen.
Kai Müller von der Budo Schule moderierte die exzellenten Darbietungen im Taekwondo und Ju-Jutsu, die von vier Kämpfern dargeboten wurden. Auch die vier Sportlerinnen, die fast alle auch zur Nationalmannschaft gehören, zeigten großartige Leistungen, beeindruckten mit Präzision, Ausdruckskraft und Teamgeist – und sorgten für ein echtes Highlight bei der SPORTGALA.
Die Showtanzgruppe Extravaganza, die ihre Heimat in der TSG 1861 Sonnenberg hat, kann in diesem Jahr bereits ihr 30-jähriges Jubiläum feiern! Die Tänzerinnen im Alter zwischen 35 und 59 Jahren zeigten einen Ausschnitt der Choreographie „Undercover repetition“, die auf der World Gymnaestrada 2027 in Lissabon präsentiert werden soll. Vor dem großen Abschlussbild zeigten sich die American Footballer mit ihren Cheerleadern vom AFC Wiesbaden Phantoms. Die Phantoms waren mit Spielern aus dem GFL2-Team und Cheerleadern aus mehreren Squads vertreten, darunter auch WM-Silbermedaillen-Gewinnerinnen und Europameisterinnen.
Der Vorstand des Sportkreises Wiesbaden bedankt sich bei allen Teilnehmern, bei allen Betreuern, bei allen Zuschauern und bei den Ehrenamtlichen der HSG Eintracht / VfR, die für die Bereitstellung mit Speisen und Getränken gesorgt haben, Kristina Otersen für die gelungene Gestaltung des Plakats, aber auch bei dem Veranstaltungstechnikdienst schoko Pro für die gelungene Veranstaltung, die bestimmt eine Wiederholung finden wird. 

Andreas-Michael Elsner
Verantwortlich für diesen Inhalt: Sportkreis Wiesbaden


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