Inklusion im Sport weiter stärken Neues Floorball-Angebot nach Ostern

Spielerinnen und Spieler des Edersee Sharks Team, mit denen zukünftig Menschen mit Inklusionshintergrund trainieren werden. In der Mitte von links: Uwe Steuber, Marius Hamel, Michael Gressler, Stefan Schäfer und Johanna Ochs.    Bild: Sportkreis Waldeck-Frankenberg
Spielerinnen und Spieler des Edersee Sharks Team, mit denen zukünftig Menschen mit Inklusionshintergrund trainieren werden. In der Mitte von links: Uwe Steuber, Marius Hamel, Michael Gressler, Stefan Schäfer und Johanna Ochs. Bild: Sportkreis Waldeck-Frankenberg

Sport verbindet, schafft Gemeinschaft und eröffnet Chancen zur Teilhabe für alle Menschen. Genau dieses Ziel soll im Landkreis Waldeck-Frankenberg nach Ostern mit einem neuen inklusiven Floorball-Angebot weiter gestärkt werden. Geplant ist das Angebot in einer Kooperation zwischen dem SV 1921 Herzhausen, dem Projekt Miteinander bewegt, dem Sportkreis Waldeck-Frankenberg und Special Olympics Hessen.

Mit dem neuen Projekt wächst im Landkreis ein Bereich, der künftig noch selbstverständlicher werden soll: inklusiver Sport als fester Bestandteil der heimischen Vereinslandschaft. Menschen mit und ohne Behinderung werden gemeinsam Sport treiben, sich begegnen und Gemeinschaft erleben. Solche Angebote fördern nicht nur Bewegung und Gesundheit, sondern auch Offenheit, Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe.

Floorball: Dynamisch und leicht zugänglich

Floorball ist eine moderne Mannschaftssportart, die mit Kunststoffschlägern und einem 23 Gramm leichten Lochball gespielt wird und vielen auch unter dem Begriff Unihockey bekannt ist. Das Spiel gilt als leicht zu erlernen, temporeich, attraktiv und vergleichsweise verletzungsarm. Gerade die Punkte liefern großes Potenzial für ein inklusives Angebot: Die Regeln sind einfach, das Material ist robust und vergleichsweise kostengünstig, erste Erfolgserlebnisse stellen sich schnell ein und der Teamgedanke steht von Beginn an im Mittelpunkt.

So schafft Floorball Begegnungen und kann Brücken bauen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Lebenswelten. Damit bietet die Sportart beste Voraussetzungen, um Teilhabe vor Ort ganz praktisch erlebbar zu machen.

Mit den Edersee Sharks starke Partner an der Seite

Ein besonderer Gewinn für das neue Angebot ist die Zusammenarbeit mit dem SV 1921 Herzhausen, bei dem Floorball bereits seit Jahren erfolgreich betrieben wird. Die Edersee Sharks stehen in der Region für engagierte Jugendarbeit, sportliche Kompetenz und gewachsene Strukturen. Mit Stefan Schäfer gibt es zudem einen Ansprechpartner, der bereits Erfahrungen mit Inklusion und Floorball bei Wettbewerben von Special Olympics gesammelt hat und diese nun im Landkreis einbringen möchte.

Auch der Trainingsstandort in der Sporthalle Herzhausen bietet gute Voraussetzungen: Durch die zentrale Lage im Landkreis besteht die Chance, Menschen aus verschiedenen Städten und Ortschaften zu erreichen. Dass dies gelingen kann, zeigen bereits die Sportlerinnen und Sportler der bestehenden Floorball-Gruppen.

Bei Special Olympics längst bewährt

Wie gut sich Floorball für inklusive Sportangebote eignet, zeigt auch der Blick auf Special Olympics Deutschland: Dort ist die Sportart bereits fest etabliert. Sie wird in unterschiedlichen Wettbewerbsformaten angeboten, darunter Vier-gegen-vier, Sechs-gegen-sechs und Unified. Gerade dieser Unified-Gedanke macht deutlich, wie gut sich Floorball für inklusive Strukturen eignet, weil Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam in einer Mannschaft Sport treiben können.

Gespielt wird in der Halle auf einem Spielfeld mit 50 Zentimeter hoher Bande. Ähnlich wie beim Eishockey stehen die Tore nicht direkt am Spielfeldrand, sondern im Feld, sodass auch hinter dem Tor gespielt werden kann. Damit ist Floorball nicht nur eine attraktive Ergänzung der Sportlandschaft im Landkreis, sondern auch ein sportlich wie inklusiv bewährter Baustein für die weitere Entwicklung gemeinsamer Vereinsangebote in der Region.

Positive Erfahrungen machen Mut

Dass inklusive Sportangebote im Landkreis funktionieren und angenommen werden, zeigen bereits bestehende Beispiele. So wurde beim TuS Bad Arolsen im vergangenen Jahr eine inklusive Fußballmannschaft etabliert. Die positiven Rückmeldungen machen deutlich, wie wertvoll gemeinsame Bewegung, neue soziale Kontakte und das Erleben von Mannschaftszugehörigkeit sind.

Auch das inklusive Boxen gemeinsam mit dem VfL Bad Wildungen zeigt, welches Potenzial in gemeinschaftlichen Sportformaten steckt. Berührungsängste können abgebaut werden, Begegnungen entstehen ganz selbstverständlich und Sport wird zum verbindenden Element. Diese Beispiele machen deutlich: Inklusion im Sport ist im Landkreis keine abstrakte Idee, sondern bereits gelebte Praxis. Genau diese Entwicklung soll weiter ausgebaut werden.

Einladung zur Teilnahme und ein Signal für die Zukunft

Das neue Floorball-Angebot soll mehr sein als ein weiterer Termin im inklusiven Sportkalender. Es ist eine Einladung an Interessierte, mitzumachen, Neues auszuprobieren und Teil einer offenen Sportgemeinschaft zu werden. Zugleich setzt das Projekt ein klares Zeichen. Inklusiver Sport soll in der Sportwelt des Landkreises Waldeck-Frankenberg Schritt für Schritt weiter fest verankert werden. Teilhabe darf kein Randthema bleiben. Dafür braucht es engagierte Partner, passende Angebote und verlässliche Unterstützung. Genau hier setzt das neue Floorball-Projekt an.

Am 09.05. findet von 13:00-14:30 Uhr ein Infotag mit gemeinsamem Ausprobieren statt, zeitgleich mit dem Girls-Day in Herzhausen in der Sporthalle.

Das inklusive Floorball-Angebot soll ab dem 15. April 2026 offiziell starten und findet immer mittwochs von 19:15 bis 20:45 Uhr statt. Es ist damit nicht nur ein neues Sportprojekt, sondern auch ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer Sportlandschaft, in der wirklich alle mitgedacht werden.

Ansprechpartner:

Edersee Sharks:

Stefan Schäfer,

E-Mail: s.schaefer[at]floorball[dot]de

Miteinander bewegt:

Sebastian Gleim,

E-Mail: Sebastian.Gleim[at]bathildisheim[dot]de

Sportkreis: 

Marius Hamel 

E-Mail: Marius.Hamel[at]lkwafkb[dot]de

Marius Hamel
Verantwortlich für diesen Inhalt: Sportkreis Waldeck-Frankenberg


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