Durchwachsene Bilanz für das Sportabzeichen Teilnehmerzahlen stabilisieren sich
Jedoch sei der Verlauf nicht so richtig rund gewesen, denn es gab so einige Widrigkeiten zu überwinden. „Zuerst wurden wir von der Renovierung des Erbacher Sportgeländes ausgebremst, haben jetzt allerdings an der toll hergerichteten Anlage viel Freude“ meinte sie, „die Witterungsverhältnisse waren uns Sportlern nicht immer gewogen und selbstverständlich steckten wir auch zurück, wenn Meisterschaften durchgeführt wurden.“ All dies führte dazu, dass einige Absolventen in Zeitdruck gerieten und daher das „Finale“ in den Herbst verschoben wurde. Im Wesentlichen verliefen die Übungsstunden ansonsten im gewohnten Rhythmus. Möglicherweise haben diese schwierigen Umstände dazu geführt, dass nicht alle „alten Hasen“ des TSV und des KSV Michelstadt mitmachten und die Teilnehmerzahl eher am unteren Level des langjährigen Durchschnitts lag.
Erfreulicherweise war wieder als harter Kern eine große Gruppe der Odenwälder Rennschnecken sehr aktiv dabei, die seit einigen Jahren auf Initiative von Sarah von Kutzleben teilnehmen. „Diese Gruppe bringt so richtig Leben in die Trainingsstunden und alle beweisen, dass sie nicht nur bei Langstreckenläufen, sondern auch beim Schwimmen und den technischen Disziplinen sportlich richtig gut drauf sind“ meinte Heini Knust, der nicht nur selbst das Sportabzeichen seit Jahrzehnten ablegt, sondern darüber hinaus zu einem unentbehrlichen Helfer geworden ist.
So hatten die Prüfer zeitweise ordentlich zu tun, um allen Ansprüchen gerecht zu werden und waren so manches Mal über die geplanten Übungsstunden hinaus aktiv. Von einigen Absolventen wurde bis zum letzten Abend im Oktober gekämpft, um zum Beispiel in der technisch schwierigen Schleuderball-Disziplin doch noch das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
Medelnik lobte in diesem Zusammenhang die große Disziplin der Sportler, die bei allem Eifer rücksichtsvoll und sehr hilfsbereit miteinander umgingen. „Dieses Verhalten der Sportlerinnen und Sportler erleichtert uns natürlich sehr die Durchführung des Übungsbetriebes“ meinte Knust dazu, „man motiviert sich gegenseitig und freut sich gemeinsam über jede gute Leistung.“ Medelnik sieht darin auch die Grundlage für den Erfolg des Sportabzeichens - nicht nur in ihrer Gruppe-, da Geselligkeit, gute Laune sowie geschlechter- und generationenübergreifende Miteinander wesentliche Bestandteile des gemeinsamen Trainings sind und keinerlei Konkurrenz- oder Neiddenken spürbar ist.
„Was KSV Michelstadt und TSV Erbach hinsichtlich des Zuspruchs zum Sportabzeichen erfahren haben gilt auch für die anderen 11 Stützpunkte im Odenwaldkreis“ konstatierte Dagmar Lode aus Reichelsheim, die für den hiesigen Sportkreis als Sportabzeichenbeauftragte im Amt ist und hierbei von Larissa Troßmann aus Bad König unterstützt wird. „Die Teilnehmerzahl hat sich auf einem guten Niveau stabilisiert aber noch nicht die Zahlen vor Corona erreicht. Unser Fazit ist zufriedenstellend, dennoch hoffen wir auf einen weiteren Aufschwung in diesem Jahr.“ Von den Vereinen wurden bis zum Jahresende etwas über 400 Absolventen gemeldet, von den Schulen knapp 200.






