Georg Komma hat Hessischen Verdienstorden erhalten Badminton in die Bundesliga geführt
Ehre, wem Ehre gebührt: in der Staatskanzlei in Wiesbaden hat der Neu-Anspacher Georg Komma von Staatssekretärin Karin Hechler (SPD) im Brüder-Grimm-Zimmer den Hessischen Verdienstorden am Bande verliehen bekommen.
„Schorsch ist ein ehrenamtlicher Leuchtturm“, lobte ihn Holger Bellino, der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und Parlaments-Chef in Neu-Anspach. Bellino konnte wegen eines anderweitigen Termins allerdings nicht persönlich anwesend sein und hatte seinem ehemaligen Lehrer an der Adolf-Reichwein-Schule deshalb in schriftlicher Form gratuliert.
Neben seinem kommunalpolitischen Engagement im Neu-Anspacher Parlament, in dem er 17 Jahre lang als Abgeordneter der SPD tätig gewesen war, hat sich der ehemalige Lehrer vor allem um die Badminton-Abteilung der SG 1862 Anspach unschätzbare Verdienste erworben.
Der Weg vom Federball mit Hobbysportlern bis hinauf zu 24 Jahren in der Badminton-Bundesliga ist ohne das Engagement von Georg Komma im Rückblick nicht vorstellbar. Begonnen hatte dieser Weg am 26. November 1977: an jenem Tag fand nämlich die Abteilungsgründung im Vereinsraum der Gemeindesporthalle an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße statt, die inzwischen auf Vorschlag der Badminton-Abteilung Walter-Ernst-Halle heisst.
Von 1977 bis 1997 betätigte sich Komma als Übungsleiter und in Personalunion von 1977 bis 1987 als Sport- und Jugendwart, ehe er als Vorsitzender an die Spitze der Abteilung aufrückte und dieses Amt bis 2023 ausgeübt hat.
Unvergessen und wohl einmalig in Deutschland ist die Bilanz der SG Anspach in der Saison 2001/02, in der drei Badminton-Teams aus dem Taunus zeitgleich in der 1., 2. und 3. Liga gespielt haben. Ohne Georg Komma und sein Organisations-Talent wäre eine solch nachhaltige Entwicklung nicht möglich gewesen.
Bis zu seinem 20. Lebensjahr hatte sich der Schorsch beim TuS Brandoberndorf als Turner, Fußballer und Leichtathlet betätigt. 1969 wechselte er als Fußballer zur Usinger TSG, ehe er von 1970 bis 1976 in seinem Wohnort Anspach als Mittelfeldregisseur das Trikot der SGA überstreifte.
Kommas Engagement nur auf den Badminton-Sport zu reduzieren, würden den vielen Facetten seines Lebens und Wirkens an der Seite seiner Frau Ulla allerdings nicht gerecht werden, mit der er seit dem 2. Januar 1970 verheiratet ist und die ihm stets ein großer Rückhalt war.
Neben den 17 Jahren als Gemeindevertreter war er unter anderem mehr als 20 Jahren im Vorstand des Sportkreises 31 Hochtaunus engagiert und außerdem ein Dutzend Jahre Mitglied in der Schulsport-AG des Hessischen Badminton-Verbands.
Als Leiter des Rüsselsheimer Studienseminars für Grund-, Haupt-, Real- und Förderschule ist Georg Komma mit 65 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.
„Gesundes Bewegen“, was Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen und Wandern beinhaltet, gehört für die gesamte Komma-Familie (die neben den Kindern Christian und Nicole inzwischen auch vier Enkelkinder umfasst) stets zu den beliebtesten Freizeit-Beschäftigungen. Große Freude hatten der neue Ordens-Träger und die geladenen Gäste am musikalischen Rahmenprogramm durch Enkel Timo.






