3. inklusives Spiel- und Sportfest 140 Schüler mit Begeisterung bei der Sache
Bewegung ist Trumpf auf der Sportanlage der Oberurseler Eintracht. Auf dem Rasenplatz probieren zwei Viertklässler zum ersten Mal einen Doppelpass, während auf dem Kunstrasen ein Hindernisparcours mit dem Rollstuhl zu bewältigen ist. Daneben toben sich die Kinder immer wieder beim Federball, beim Bällewerfen, auf der großen Rutsche und bei Gleichgewichtsübungen auf Pedalos aus.
Das dritte inklusive Spiel- und Sportfest des Sportkreises Hochtaunus begeistert bei trockenem Sommerwetter auf dem Sportplatz am Eschbachweg. Rund 140 Viertklässler machen mit: von der Hans-Thoma-Schule, der Hans-Magiera-Schule und der Grundschule am Eichwäldchen. Zur Eröffnung begrüßt Annegret Müller, Referentin für Inklusion im Sportkreis, zusammen mit den drei Schulleitern Susanne Zobel-Unruh (Hans Magiera), Frank Rudolph (Hans Thoma) und Klaus Puppe (Eichwäldchen) die jungen Athleten. Die drei erfahrenen Pädagogen danken dem Sportkreis als Ausrichter und dem Gastgeber Eintracht Oberursel mit Jugendleiterin Dita Reischl an der Spitze für die einmalige Gelegenheit, Sport und Spiel mit viel Bewegung in gemischten Teams auszuüben.
Hier sammeln die Kinder durch Helfen, Warten und Miteinanderabstimmen wertvolle Erfahrungen und erleben ein neues Gemeinschaftsgefühl. „Viele unserer Kinder können nicht sprechen“, erläutert Zobel-Unruh den Wert der Gebärdensprache und die einmalige Gelegenheit, sich den Regelschülern ohne Worte verständlich zu machen. Unbeschwerte Freude an vielfältiger, sportlicher Bewegung, aber auch aufgeregte Anspannung, etwas Neues auszuprobieren, war auf den Gesichtern der Kinder zu lesen. Erstmalig versuchten sie, auf einem Pedalo das Gleichgewicht zu halten oder auf der langen Kisten-Rutsche hinunterzusausen.
Sportkreis-Vorstand Kirsten Klatt, zugleich Sportfachfrau an der Grundschule „Am Eichwäldchen“, übernimmt die Einteilung der Gruppen, in denen jeweils 25 Kinder, gemischt aus allen drei Schulen, gemeinsam rollierend fünf Spiel- und Sportstationen mit der Unterstützung von insgesamt 50 Helfern erfolgreich absolvieren.
An der Fußball-Station bieten die beiden Kreisfußball-Jugendausschuss-Mitglieder Jens Neubert und Thorsten Picha von Teutonia Köppern vier Übungen an, bei denen mit Dribbling, Doppelpass, Vorlage oder Querpass und abschließendem Torschuss für alle Teilnehmer, vom unbedarften Anfänger bis zum aktiven Jugendkicker, ein vielfältiges Fußballerlebnis geboten wird.
Ein einmaliges Erlebnis ist auch der Rollstuhl-Parcours unter der Leitung des Vorsitzenden vom Frankfurter Inklusions-Sportverein Holger Kranz. Hier erleben sowohl die Regel-Schüler als auch die Inklusiv-Schüler zum ersten Mal das Fahren in einem Rollstuhl, das Überwinden von Hindernissen auf dem Weg sowie das richtige Lenken und Bremsen des Gefährts, das die sechs Rollstuhlfahrer der Hans-Thoma-Schule mühelos bedienen können.






