Kommunalwahlen am 15. März „Richtungsweisend für Entwicklung des Sports“

Bild: Pixabay

Bild: Pixabay

Der Landessportbund Hessen (lsb h) ruft alle Sportinteressierten und Vereinsmitglieder auf, im Rahmen der Kommunalwahlen am 15. März von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

In den Städten, Gemeinden und Landkreisen entscheidet sich, welche konkreten Rahmenbedingungen die Sportvereine künftig vorfinden werden. „Kommunalpolitik ist Sportpolitik vor Ort, denn die Kommunen sind ein sehr wichtiger Unterstützer“, betont lsb h-Präsidentin Juliane Kuhlmann. Was in den Rathäusern und Kreistagen entschieden werde, habe unmittelbare Auswirkungen auf Trainingsmöglichkeiten, Bewegungsangebote und das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen. „Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen an den Kommunalwahlen beteiligen und sich im Vorfeld auch damit auseinandersetzen, welchen Stellenwert der Sport für die zur Wahl stehenden Parteien sowie Kandidatinnen und Kandidaten hat“, verdeutlicht Kuhlmann.

Der organisierte Sport erreicht in Hessen jeden dritten Menschen. In den mehr als 7.300 Vereinen werden nicht nur Bewegung und Gesundheit gefördert, sondern auch zentrale gesellschaftliche Werte vermittelt. Sie ermöglichen Teilhabe und sind Begegnungsorte für Menschen aller Generationen. „Deshalb ist der Sport ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge“, sagt Kuhlmann. Allerdings stehen viele Kommunen unter erheblichem finanziellem Druck. Haushaltsdefizite und Pflichtaufgaben verschärfen die politischen Verteilungskonflikte. Da die Sportförderung als eine nichtgesetzliche kommunale Aufgabe zählt, gerät sie trotz des Staatsziels im Verfassungsrang schnell auf den Prüfstand. „Gerade deshalb braucht der Sport starke Fürsprecher in den kommunalen Parlamenten“, betont Kuhlmann und richtet einen klaren Appell an die künftigen Entscheidungsträger: „Wer in den Sport investiert, investiert in die Lebensqualität in den Kommunen und in sozialen Zusammenhalt.“

Intakte Schwimmbäder, Sporthallen und Sportplätze: Moderne Anlagen sind nicht nur die Voraussetzung für gute Vereinsarbeit, sondern auch ein harter Standortfaktor und wichtig für den Schulsport. Wenn es vor Ort intakte Sport- und Bewegungsmöglichkeiten gibt, haben es Kommunen leichter, Familien und Fachkräfte anzulocken. Das bedeutet: Stark ist eine Kommune nur dann, wenn auch der Sport stark ist. „Kommunen und Sport sind in diesen Zeiten mehr denn je aufeinander angewiesen“, stellt Kuhlmann klar. Ein Kernproblem: Die Sportinfrastruktur ist vielerorts in die Jahre gekommen, landesweit beläuft sich der Sanierungsstau auf mehr als zwei Milliarden Euro. Abgebaut werden kann er durch das Sondervermögen des Bundes, über das die hessischen Kommunen über einen Zeitraum von zwölf Jahren insgesamt rund 4,7 Milliarden Euro für Infrastrukturmaßmahnen erhalten.

„Der Sport ist einer von acht förderfähigen Bereichen. Wieviel Geld in die Sanierung von Sporthallen, Schwimmbädern oder Sportplätzen fließt, entscheiden die Kommunen“, weiß Kuhlmann. „Deshalb ist es so wichtig, dass wir jetzt deutlich aufzeigen, wo der Schuh drückt.“ Vor diesem Hintergrund hatte der lsb h die 23 Sportkreise in Hessen dafür sensibilisiert, den Dialog mit der Politik im Vorfeld der Kommunalwahlen zu intensivieren und öffentlichkeitswirksam auf Bedarfe hinzuwiesen. „Der Sport lebt davon, dass wir unsere Stimme erheben, wenn es um seine Zukunft geht“, sagt Kuhlmann und verdeutlicht den Stellenwert der Kommunalwahlen: „Der 15. März wird für die Entwicklung des Sports in den kommenden Jahren richtungsweisend sein.“

Verantwortlich für diesen Inhalt: Landessportbund


X