Engagierte Trainer geehrt Fachbeirat nimmt auf Jahrestagung Talententwicklung in Blick

Bild: LSBH

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Der Fachbeirat Trainer im Landessportbund Hessen (LSBH) hat auf seiner Jahrestagung in Frankfurt die Trainer*innen und Nachwuchstrainer*innen des Jahres geehrt.

Auf den vorderen Plätzen landeten Tim Restle (Landestrainer des Hessischen Bob- und Schlittensportverbandes) und Georg Keßler (Ju-Jutsu-Nachwuchstrainer des JC Erbach). Freuen durften sich auch die Cheerleading-Bundestrainer*innen Janine Resch und Jurij Seitenzahl. Das Gespann teilte sich Platz zwei mit Kathrin Klaas, Landestrainerin beim Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV). Im Nachwuchsbereich wurden auch die Landestrainer*innen Irina Martens (Rhythmische Sportgymnastik) und Saba Bolaghi (Ringen) ausgezeichnet.

„Talentidentifikation und Talentförderung“ – unter diesem Motto stand die fünfte Jahrestagung des Fachbeirats, an der rund 100 Trainer*innen aus allen im LSBH organisierten Sportarten teilnahmen. Im Rahmen des Sportbundtages 2022 war er in der Satzung der Dachorganisation verankert worden – ein Schritt mit Signalwirkung. „Die Rahmenbedingungen für hessische Trainer*innen haben sich seitdem kontinuierlich verbessert“, betonte Annika Mehlhorn, Vizepräsidentin Leistungssport. Eine wichtige Form der Wertschätzung ist die Trainer*innen-Ehrung, die mit Geldpreisen in Höhe von 1.500, 1.000 und 500 dotiert ist.

Seit der Neuausrichtung des hessischen Leistungssports im Jahr 2018 – auch „Hessischer Weg“ genannt – haben sich einige positive Entwicklungen vollzogen. „Trainerinnen und Trainer waren von Anfang an zentraler Bestandteil des Konzepts“, sagte Jonathan Lackhoff, der das Hessische Sportministerium vertrat. Der stellvertretende Referatsleiter und Referent für Leistungssport freute sich über viele erfreulichen Entwicklungen, die sich vollzogen haben – etwa bei der Vergütung von Landestrainer*innen. Deren Gehälter wurden deutlich angehoben, noch in diesem Jahr werden weitere finanzielle Mittel bereitgestellt. „Im Ländervergleich steht Hessen unter den Top drei“, sagte Lackhoff.

Eine weitere wichtige Säule sind Trainer*innen-Stipendien, die über die Sportstiftung Hessen (SSH) vergeben werden. Und eben die Vergabe der Preise. „Wir würdigen damit außerordentliches Engagement in olympischen, paralympischen und nicht-olympischen Sportarten“, erläuterte Thomas Neu, Geschäftsbereichsleiter Leistungssport, der als Jury-Mitglied über die Vergabe mitentschied. Bobtrainer Restle etwa begleitete Issam Ammour und Joshua Tasche (beide Eintracht Frankfurt) erfolgreich auf ihrem Weg zu den Olympischen Winterspielen 2026 und führte sie zum Europameistertitel im Viererbob. Zudem wurde mit Georg Kessler ein Mann ausgezeichnet, der seit vielen Jahren die erfolgreiche Ju-Jutsu-Nachwuchsarbeit beim JC Erbach prägt, die auf nachhaltige Entwicklungen und nicht bloß auf kurzfristige Erfolge abzielt.

„Talente zu entwickeln, ist eine herausfordernde Aufgabe“, unterstrich Neu. „Deshalb ist es so wichtig, dass wir diese Tagung anbieten.“ In einer Keynote erläuterte Dr. Karsten Görsdorf die besonderen Herausforderungen bei der Sichtung von Talenten, die hierzulande zu oft unentdeckt bleiben. Seit 2005 bewegt sich der Geschäftsführer von 4talents analytics auf diesem Gebiet, war u. a. an der Entwicklung der Begabungsdiagnostik im Deutschen Basketball-Bund (DBB) beteiligt. Eine Kernfrage seines Vortrags: Wie lassen sich individuelle Förderwege datengestützt gestalten, ohne die Biografie des einzelnen Menschen aus dem Blick zu verlieren? „Biografie schlägt Biometrie. Daten dienen der Entwicklung, nicht der Aussortierung“, betonte Görsdorf und verwies auf den Weg von Basketballstar Dennis Schröder, der auf einem Freiplatz in Braunschweig entdeckt wurde. Wertvolle Impulse lieferte auch ein Open-Space-Workshop, bei dem die Zusammenarbeit zwischen Verein, Verband und Elternhaus bei der Entwicklung von Talenten im Mittelpunkt stand.

Verantwortlich für diesen Inhalt: Landessportbund


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