Olympische Winterspiele Drei Medaillen gehen nach Hessen

Bild: Shutterstock

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Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo sind Geschichte. In besonderer Erinnerung bleiben wird aus hessischer Sicht der Triumph im Zweierbob von Pilotin Laura Nolte und der aus Dillenburg stammenden Anschieberin Deborah Levi, die am Bundesstützpunkt Leichtathletik in Frankfurt trainieren und vom Olympiastützpunkt (OSP) Hessen betreut werden.

„Mit drei Medaillen haben unsere Athlet*innen ein gutes Ergebnis erzielt“, sagt OSP-Leiter Markus Kremin. Im Monobob fuhr Nolte auf Platz zwei, Bronze im Zweierbob der Männer gewann Pilot Adam Ammour (Eintracht Frankfurt), der dem vierköpfigen LOTTO Hessenteams der Sportstiftung Hessen angehörte. Dass Hessen diesmal nur im Bobsport vertreten war, sei ein kleiner Wermutstropfen und müsse kritisch betrachtet werden, so Kremin. Er sagt aber auch: „Ich bin zuversichtlich, dass über den Bundesstützpunkt Ski-Nordisch in Willingen perspektivisch wieder das eine oder andere Talent an Olympia herangeführt werden kann.“

Einen starken Eindruck hinterließ auch Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden), die nach einer schwierigen Saison mit einigen gesundheitlichen Rückständen Vierte im Zweierbob wurde. „Kim hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie weiterhin zur absoluten Weltspitze zählt“, freut sich Kremin. „Ich hoffe sehr, dass sie in der kommenden Saison noch einmal angreifen wird.“ Auf Rang vier landete auch der hessische Viererbob, den Adam Ammour sicher durch den Eiskanal steuerte. Zusammen mit Bruder Isaam und Joshua Tasche (beide Eintracht Frankfurt) sowie Alexander Schaller verpasste er Bronze um nur vier Hundertstelsekunden. „Das war eine hervorragende Leistung“, sagt Thomas Neu, Geschäftsbereichsleiter Leistungssport des Landessportbundes Hessen (lsb h). Und fügt hinzu: „Dem Team Ammour gehört die Zukunft. Nach den Rücktritten von Olympiasieger Johannes Lochner und Francesco Friedrich dürften sie künftig nur schwer zu schlagen sein.“

Erneut das Maß aller Dinge war das Gespann Nolte/Levi. Dass die Ex-Sprinterinnen ihren Olympia-Triumph von Peking souverän mit 0,35 Sekunden Vorsprung wiederholten, beeindruckte Kremin schwer. „Vor vier Jahren standen sie nicht so im Rampenlicht, diesmal waren sie die großen Favoritinnen. Mit diesem Druck muss man erst einmal zurechtkommen.“ Hinzu kommt, dass das Gespann schwierige Zeiten hinter sich hat. Anschieberin Levi fiel wegen eines Knorpelschadens im linken Knie lange aus, meldete sich aber im vergangenen Jahr eindrucksvoll zurück – auch dank der Sportmedizinischen Unterstützung des OSP, die ihre Rückkehr in die Weltspitze eng begleiteten. „Auf diese Goldmedaille war alles ausgerichtet“, sagt Kremin und schiebt nach: „Wie sich die Beiden in dieser schwierigen Phase gegenseitig unterstützt haben, war beeindruckend. Ihr Erfolg unterstreicht, dass es sich lohnt, langfristig auf ein großes Ziel hinzuarbeiten.“

Verantwortlich für diesen Inhalt: Landessportbund


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